Dienstag, März 06, 2007

Peter Sloterdijk

"Wir sind konfrontiert mit der Zumutung der fehlenden Entfernung."

"In der zweiten Runde des Zufalls ergeben sich dann die Wahlmöglichkeiten."

Und dazwischen immer wieder Frank A. Meyer mit Sätzen wie "Peter Sloterdijk, 60 sind sie, beziehungsweise werden sie es in diesem Jahr. (...) Und Zeit für Menschen, haben sie auch mehr Zeit für Menschen?"

Montag, März 05, 2007

Schwere Sprache




Es kann nicht schaden, Detlef D! Soost mangelnde Schreibkompetenz vorzuwerfen. Das darf man tun. Doch dann sollte man vielleicht nicht im selben Artikel ähnlich Unschönes veranstalten.


Quizair




Es herrscht grammatikalische Uneinigkeit. Wer Mario Corti nicht mit den unsymphatischen Vierbeinern gleichsetzen will, ist mit der 20-Minuten-Version (oben) eindeutig besser bedient. Was die Pendlerzeitung nicht davon abhalten kann, es hier wieder durchwegs falsch zu machen. Aber erstmal Blick online:





Die NZZ mag sich auch nicht recht entscheiden. Im Titel korrekt, im Lauftext falsch.





Mal sehen, was die Basler Zeitung dazu meint:


100 Prozent

Wie der Klein Report berichtet, hat der Ende August 2006 gestartete TV-Sender 3+ im Februar bereits 2,8 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 15-49-Jährigen erreicht. Senderchef Dominik Kaiser hatte mit 1,4% gerechnet, was zufälligerweise genau die Hälfte ist, womit Kaiser mit Fug und Recht behaupten darf, sein Sender habe die an ihn gestellten Erwartungen um 100 Prozent übertroffen. So geht Marketing.

Menschenunwürdig



Entsetzen in den USA. Wie die Washington Post recherchiert hat, leben Hunderte von US-Soldaten, die im Irak oder in Afghanistan verwundet worden waren, während ihrer medizinischen Behandlung im führenden US-Militärspital unter haarsträubenden Bedingungen. Aus Platzmangel wurde der bereits genesene Teil der insgesamt 700 Patienten in einem früheren Hotel einquartiert, in dem die «Post» auf menschenunwürdige Bedingungen wie zum Beispiel fleckige Teppiche stiess.

Mein Tipp: Die Washington Post nicht zu sich nach Hause einladen.

Sonntag, März 04, 2007

Taxi Driver



Heute, 23.05 Uhr, Kabel 1. Nicht zuletzt wegen der deutschen Synchronfassung ("Du laberst mich an? DU laberst MICH an?").

MusicStar



Aus. Schluss. Vorbei. Doch von den Finalistinnen und Finalisten werden wir in Zukunft sicher noch sehr viel hören und sehen.

Imperial March

Doch, das kann man so machen.

Samstag, März 03, 2007

Boschbar



Da spiel ich dann im Fall. Ich weiss nur noch nicht was.

Freitag, März 02, 2007

Donnerstag, März 01, 2007

Google Earth



Da unten irgendwo wohne ich.

Es hämmert

Und zwar jeden Tag. Hier, im Fachblatt für angewandte Realsatire.

Hörbuch

Ein bisschen Peter Handke vorlesen:

Auch mir hat sie Angst gemacht, macht sie Angst. Aber ich möchte mich ihr stellen.

Allmählich setzt das Gedächtnis ein, und ich höre sie, noch ohne sie zu sehen. Und was höre ich von ihr? Ist das ihre Stimme? Oder ein Instrument?


Peter Handke "Kali - eine Vorwintergeschichte" 160 Seiten, Suhrkamp.

Abt. 20-Minuten-Watchblog



Oh, they got it all wrong. Und die Schonfrist ist vorüber.

Mittwoch, Februar 28, 2007

Abt. Blick-Watchblog




Tja, bei Blick Online ein leidiges Problem. Aber gewisse Titel kommen in diesem Umfeld halt wirklich nicht gut. Apropos Watchblog: Muss man hier eigentlich alles selber machen?

Fake



Haha. Bad ass. Der wirtschaftliche Schaden dürfte sich allerdings in Grenzen halten, da "Heute" sowieso keine Inserate, die "SonntagsZeitung" hingegen zuviel davon hat. Gegenwärtig soll sich der Hochstapler übrigens in Muri AG aufhalten.

Dienstag, Februar 27, 2007

Daniel Boemle gestorben



"Der bekannte frühere DRS 3-Moderator Dänu "Sleepy" Boemle ist im Alter von 46 Jahren gestorben. Er litt seit Jahren an der Immunschwächekrankheit Aids. Unterstützt durch eine Sterbehilfe-Organisation habe er sich entschieden, aus dem Leben zu scheiden, heisst es in einer Mitteilung. Boemle lebte zuletzt im Neuenburger Jura, wo er auch beigesetzt wurde. In den Achtziger- und Neunzigerjahren gehörte er zu den prägenden Moderatoren. Daneben betätigte er sich als Bluessänger, Autor und Maler."

Kennengelernt habe ich Dänu Boemle im Winter 1989. Er erschien bei uns im Übungsraum und redete sogleich drauflos. Er sprach von Auftrittsorten, von Bläserarrangements, von Texten, von Demoaufnahmen, die wir sobald wie möglich in Angriff nehmen sollten, und von Bands, in denen er bereits gespielt haben wollte. Ich war skeptische zwanzig, hatte keine Ahnung, wer er war, und glaubte ihm kein Wort. Am nächsten Morgen hörte ich ihn auf DRS3 und war schwer beeindruckt – unsere Band war nun offenbar mit Prominenz geadelt.
In der Folge erwies sich Sleepy Dan als grosser Euphoriker. Die musikalischen Unzulänglichkeiten der Männer am Rande tat er mit einer Handbewegung ab; er würde das Kind schon schaukeln. Und tatsächlich war er es, der die Band aus dem Luftschutzkeller und auf die Bühne und ins Studio scheuchte. Er schien alle Welt zu kennen und alle kannten ihn. Die Konzerte gerieten mehr und mehr zur eigentlichen One-Man-Show, mit Boemle als begnadeter Entertainer, Sänger und Geschichtenerzähler.
Im Sommer 1989 verbrachte ich ein paar Wochen in seinem Zürcher Domizil. Die Wohnung war nicht spartanisch, sondern gar nicht eingerichtet: ein Bett, ein Tisch, Stühle, Bücher und die beste Plattensammlung der Welt. Man hatte mich gerade der Kanti verwiesen und ich litt unter akuter Perspektivelosigkeit. Sleepy Dan hingegen schien sein Leben einigermassen im Griff zu haben. Von seiner Vergangenheit war nur Bruchstückhaftes zu erfahren. Als Kind habe er oft Louis Armstrong imitiert, daher womöglich die raue Stimme. In Anlehnung an Steely Dan und seiner stets unausgeschlafen wirkenden Erscheinung habe man ihm in Bern den Namen Sleepy Dan verliehen. Radio mache er eher nebenher, eigentlich sei er ja Maler, Künstler, Steuerflüchtling.
Nach einem Konzert in Biel nahm er mich im Herbst für einen Kurzausflug nach Frankreich mit. Als Jüngsten der Band hatte er mich inzwischen quasi adoptiert und er erklärte mir mit brüderlichem Wohlwollen, was es mit dem Älterwerden so auf sich hat. Ohne Publikum war er aber oft auch wortkarg, ein Hauch von Melancholie umgab ihn dann und wir schwiegen und ächzten unter dem Gewicht der Welt.
Monate später verliess ich die Band und ich habe Sleepy Dan danach noch genau einmal getroffen. In Sins, wo er zusammen mit einer unsäglichen Funkband auftrat. Vor vier Jahren hatten wir kurz E-Mail-Kontakt. Seither habe ich mir immer wieder vorgenommen, mich bei ihm zu melden. Das hätte ich verdammt nochmal tun sollen.

Montag, Februar 26, 2007

Garden of Eden

Das Original.

A Taxi Driver

Nun gut, aus etwas Distanz betrachtet hat Taxi Driver vielleicht gar keinen Oscar verdient. Best Trailer ever...

Iron Butterfly

Notiz an mich: covern.