Sonntag, März 04, 2007

Imperial March

Doch, das kann man so machen.

Samstag, März 03, 2007

Boschbar



Da spiel ich dann im Fall. Ich weiss nur noch nicht was.

Freitag, März 02, 2007

Donnerstag, März 01, 2007

Google Earth



Da unten irgendwo wohne ich.

Es hämmert

Und zwar jeden Tag. Hier, im Fachblatt für angewandte Realsatire.

Hörbuch

Ein bisschen Peter Handke vorlesen:

Auch mir hat sie Angst gemacht, macht sie Angst. Aber ich möchte mich ihr stellen.

Allmählich setzt das Gedächtnis ein, und ich höre sie, noch ohne sie zu sehen. Und was höre ich von ihr? Ist das ihre Stimme? Oder ein Instrument?


Peter Handke "Kali - eine Vorwintergeschichte" 160 Seiten, Suhrkamp.

Abt. 20-Minuten-Watchblog



Oh, they got it all wrong. Und die Schonfrist ist vorüber.

Mittwoch, Februar 28, 2007

Abt. Blick-Watchblog




Tja, bei Blick Online ein leidiges Problem. Aber gewisse Titel kommen in diesem Umfeld halt wirklich nicht gut. Apropos Watchblog: Muss man hier eigentlich alles selber machen?

Fake



Haha. Bad ass. Der wirtschaftliche Schaden dürfte sich allerdings in Grenzen halten, da "Heute" sowieso keine Inserate, die "SonntagsZeitung" hingegen zuviel davon hat. Gegenwärtig soll sich der Hochstapler übrigens in Muri AG aufhalten.

Dienstag, Februar 27, 2007

Daniel Boemle gestorben



"Der bekannte frühere DRS 3-Moderator Dänu "Sleepy" Boemle ist im Alter von 46 Jahren gestorben. Er litt seit Jahren an der Immunschwächekrankheit Aids. Unterstützt durch eine Sterbehilfe-Organisation habe er sich entschieden, aus dem Leben zu scheiden, heisst es in einer Mitteilung. Boemle lebte zuletzt im Neuenburger Jura, wo er auch beigesetzt wurde. In den Achtziger- und Neunzigerjahren gehörte er zu den prägenden Moderatoren. Daneben betätigte er sich als Bluessänger, Autor und Maler."

Kennengelernt habe ich Dänu Boemle im Winter 1989. Er erschien bei uns im Übungsraum und redete sogleich drauflos. Er sprach von Auftrittsorten, von Bläserarrangements, von Texten, von Demoaufnahmen, die wir sobald wie möglich in Angriff nehmen sollten, und von Bands, in denen er bereits gespielt haben wollte. Ich war skeptische zwanzig, hatte keine Ahnung, wer er war, und glaubte ihm kein Wort. Am nächsten Morgen hörte ich ihn auf DRS3 und war schwer beeindruckt – unsere Band war nun offenbar mit Prominenz geadelt.
In der Folge erwies sich Sleepy Dan als grosser Euphoriker. Die musikalischen Unzulänglichkeiten der Männer am Rande tat er mit einer Handbewegung ab; er würde das Kind schon schaukeln. Und tatsächlich war er es, der die Band aus dem Luftschutzkeller und auf die Bühne und ins Studio scheuchte. Er schien alle Welt zu kennen und alle kannten ihn. Die Konzerte gerieten mehr und mehr zur eigentlichen One-Man-Show, mit Boemle als begnadeter Entertainer, Sänger und Geschichtenerzähler.
Im Sommer 1989 verbrachte ich ein paar Wochen in seinem Zürcher Domizil. Die Wohnung war nicht spartanisch, sondern gar nicht eingerichtet: ein Bett, ein Tisch, Stühle, Bücher und die beste Plattensammlung der Welt. Man hatte mich gerade der Kanti verwiesen und ich litt unter akuter Perspektivelosigkeit. Sleepy Dan hingegen schien sein Leben einigermassen im Griff zu haben. Von seiner Vergangenheit war nur Bruchstückhaftes zu erfahren. Als Kind habe er oft Louis Armstrong imitiert, daher womöglich die raue Stimme. In Anlehnung an Steely Dan und seiner stets unausgeschlafen wirkenden Erscheinung habe man ihm in Bern den Namen Sleepy Dan verliehen. Radio mache er eher nebenher, eigentlich sei er ja Maler, Künstler, Steuerflüchtling.
Nach einem Konzert in Biel nahm er mich im Herbst für einen Kurzausflug nach Frankreich mit. Als Jüngsten der Band hatte er mich inzwischen quasi adoptiert und er erklärte mir mit brüderlichem Wohlwollen, was es mit dem Älterwerden so auf sich hat. Ohne Publikum war er aber oft auch wortkarg, ein Hauch von Melancholie umgab ihn dann und wir schwiegen und ächzten unter dem Gewicht der Welt.
Monate später verliess ich die Band und ich habe Sleepy Dan danach noch genau einmal getroffen. In Sins, wo er zusammen mit einer unsäglichen Funkband auftrat. Vor vier Jahren hatten wir kurz E-Mail-Kontakt. Seither habe ich mir immer wieder vorgenommen, mich bei ihm zu melden. Das hätte ich verdammt nochmal tun sollen.

Montag, Februar 26, 2007

Garden of Eden

Das Original.

A Taxi Driver

Nun gut, aus etwas Distanz betrachtet hat Taxi Driver vielleicht gar keinen Oscar verdient. Best Trailer ever...

Iron Butterfly

Notiz an mich: covern.

Sonntag, Februar 25, 2007

Jupiter-8



Den will ich. Arturia arbeitet daran.

Samstag, Februar 24, 2007

The Arcade Fire

Eine WG von einer Band. Schöner Song, tolles neues Album und demnächst mehr.

Dienstag, Februar 20, 2007

Love Me Or Hate Me

Weibliche Eminems aus England kanns gar nicht genug geben. Wer mich hingegen im Moment gar nicht interessiert: Pink, Gwen Stefani, Beyoncé, Fergie, Norah Jones. Da sind ja die Dings, äh, Girls Aloud noch aufregender.

Mystery White Boy

1994 erschien Jeff Buckleys meisterhaftes Debütalbum. „Grace“ sollte das einzige vollendete Studiowerk des vor 10 Jahren verstorbenen Singer-/Songwriters bleiben.

Woraus bilden sich Mythen? Wann wird Pop zum Kult? Wodurch wird ein Werk zum Klassiker? Für die Anhänger des 1997 bei einem Badeunfall ums Leben gekommenen US-Musikers Jeff Buckley ist der Fall klar. Buckley war ein Genie, das viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde, und dessen Vermächtnis noch nicht ausreichend gewürdigt worden ist. Gespiesen wird dieses Interesse durch immer obskurere Aufnahmen, die Mary Guibert, die Mutter und Nachlassverwalterin des toten Rockstars, in regelmässigen Abständen zur Veröffentlichung freigibt.

Das Monument aber, das es in seiner ganzen Anmut zu bewundern gilt, heisst „Grace“. Nach monatelanger Studioarbeit im Spätsommer 1994 veröffentlicht, löste das Album zunächst unterschiedliche Reaktionen aus. Der Name Buckley generierte zwar Aufmerksamkeit – immerhin handelte es sich bei Jeff um den Sohn von Tim Buckley -, doch wollte das ausufernde Kunstwerk aus Songs und Sounds nicht recht in seine Zeit passen. Für Grunge klang „Grace“ zu dünn, für Lo-Fi zu produziert. Geradezu provokant war jedoch Jeff Buckleys elastische Stimme. Ganz ohne Cobain’sches Krächzen, Corgan’sches Nöhlen oder Barlou’sches Nuscheln schien sie zu sagen: Hört mir zu, ich kann richtig singen!

Dass sich hinter so viel Virtuosität eine klassische Ausbildung verstecken könnte, durfte man allenfalls vermuten – zu wenig war bekannt aus dem Vorleben des scheuen Sängers. Die Jahre zuvor hatte der Mittzwanziger eigenen Angaben zufolge an einer Kunstschule in Los Angeles sowie in diversen mässig erfolgreichen Bands verbracht. Während einer seiner zahlreichen Clubauftritte in New York wurde schliesslich ein Talentscout von Columbia Records auf den Barden aufmerksam. Die Kunde, das Label habe den talentierten Sohn des 1975 gestorbenen Folksängers Tim Buckley unter Vertrag genommen, sprach sich schnell herum. Entsprechend hoch waren die Erwartungen.

„Es war sehr schwer, mit Jeff zu arbeiten“, erinnert sich Produzent Andy Wallace. Buckley habe sich schwer damit getan, Entscheidungen zu treffen und das Ende der Aufnahmen immer wieder hinausgezogen. Der Künstler selbst scheint die Zeit im Studio genossen zu haben. Auf der DVD zur Jubiläumsausgabe von „Grace“ schwärmt er von den musikalischen Möglichkeiten, die sich ihm dadurch eröffnet hätten; die Streicher im Titelsong bezeichnet er als „königlichen Besuch“, die Gitarrenarbeit von Co-Autor Gary Lucas als „magisch“, den eigenen kreativen Output als „problemlos“.

Grössere Sorgen dürfte Buckley die Songauswahl bereitet haben. Für die Länge eines Albums reichten die Eigenkompositionen nicht aus. Bei der Wahl der Coverversionen bewies Buckley Sinn für Esoterisches. Für Leonard Cohens „Hallelujah“ orientierte er sich an John Cales Version, „Corpus Christi Carol“ stammt von Benjamin Britten und „Lilac Wine“ von James Shelton. Es sind denn auch diese drei Songs, die die Eckpfeiler von „Grace“ bilden. Der Sänger sprengt allerdings nicht nur mit der Songauswahl die Grenzen von Rock und Pop. Er transzendiert mit seiner Stimme das eigene wie das fremde Liedgut, schraubt sich immer wieder in unerahnte Höhen und erzeugt dadurch eine Intensität, die mitunter richtig weh tun kann.

Die grundsätzliche Melancholie, die das Album durchzieht, ist eine Qualität von „Grace“ – und möglicherweise seine Hypothek. Die Verkaufszahlen fielen trotz Kritikerlob anfänglich enttäuschend aus. Die heutige Popularität des Albums – mittlerweile sind 2 Millionen Exemplare verkauft und die Leser des „Q Magazine“ wählten das Album unter die 20 besten aller Zeiten – hat der Künstler nicht mehr erlebt. Durch den frühen Tod ihres Urhebers mögen Songtitel wie „Eternal Life“ oder „Last Goodbye“ ein ungebührliches Gewicht erhalten haben. Klar ist aber auch, dass „Grace“ über die Jahre kaum gealtert ist. So anachronistisch Buckleys Musik damals wirkte, so zeitlos erscheint sie heute. Künstler wie Radiohead, Coldplay, Rufus Wainwright oder U2 beziehen sich explizit auf den US-Musiker.

Das unfertige, posthum veröffentlichte „Sketches for My Sweetheart, the Drunk“ sowie eine Reihe von Live-Alben deuteten an, wohin Buckleys Reise musikalisch hätte gehen können. Er aber entschied sich für ein Bad im Mississippi.

Jeff Buckley wäre heute 40 Jahre alt. Am 29. Mai jährt sich sein Todestag zum 10. Mal.


Copyright by Martin Söhnlein 2007. Der Text erscheint im kommenden Loop.

Jaco Pastorius

Schon lange kein Basssolo mehr gehört.

Montag, Februar 19, 2007

Try Again

Vielleicht täusch ich mich ja, aber: Sehr schön. Strophe natürlich von Neil Youngs Philadelphia. Video kommt ohne Til Schweiger irgendwie besser.

Dienstag, Februar 13, 2007

Grizzly Bear

So geht Video. Crazy, crazy.

Montag, Februar 12, 2007

Take A Chance

The Magic Numbers.

Samstag, Februar 10, 2007

Mittwoch, Februar 07, 2007

It's Everything

... and also a hard to use cell phone ... Mit Dank an Reto

Dienstag, Februar 06, 2007

Sonntag, Februar 04, 2007

Freitag, Februar 02, 2007

Boom! There She Was

Die Achtzigerjahre und ihre Exzesse.

Donnerstag, Februar 01, 2007

Die Besucher

Domain Name usaid.gov ? (United States Government)
IP Address 165.13.168.# (U.S. Agency for International Development)
ISP U.S. Agency for International Development
Location Continent : North America
Country : United States (Facts)
State : District of Columbia
City : Washington
Lat/Long : 38.8945, -77.0478 (Map)

Language English (United States)
en-us
Operating System Microsoft WinXP
Browser Internet Explorer 6.0
Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1; SV1; InfoPath.1)
Javascript version 1.3
Monitor Resolution : 1280 x 1024
Color Depth : 32 bits

WTF?

Blow Up

Heute, 00.50 Uhr, ARD.

Subtitles

Zitat I

Arthur Dent? Arthur Philip Dent? You're a jerk...a complete asshole.

Mittwoch, Januar 31, 2007

Dienstag, Januar 30, 2007

I'm from Barcelona

Besser gehts nicht.

Sonntag, Januar 28, 2007

Freitag, Januar 26, 2007

Donnerstag, Januar 25, 2007

Die Deutschen kommen




"Anfänglich dachte ich, die Schweiz gehöre zum grossdeutschen Raum. So wurde mir das in Deutschland vermittelt."

"Wenn Deutschland gegen Costa Rica spielt, sind alle Schweizer für Costa Rica - obwohl sie gar nicht wissen, wo Costa Rica eigentlich liegt."

"Also diesen Arroganz-Vorwurf kann ich einfach nicht mehr hören. Der wird mir langsam zu blöd."




Auf SF1. war heute derlei zu hören und man gewinnt den Eindruck, dass die Deutschen einfach zu wenig Übung haben im Sichfremdfühlen. "Weshalb sollen wir in der Schweiz nicht in unserer Muttersprache reden dürfen?", wundert sich folgerichtig ein Deutscher in einem Forum. Darüber werde ich mal meditieren.

Sarcasm 101

Hatten wir das in der Schule? Eigentlich schon.

Tupac Is Alive!

Schon etwas älter, aber immer noch lustig.

Dienstag, Januar 23, 2007

War das etwa schon alles?



Nach sechzehn Jahren Blumfeld hat Autor, Sänger und Gitarrist Jochen Distelmeyer in Absprache mit den übrigen Bandmitgliedern Andre Rattay (Schlagzeug), Vredeber Albrecht (Keyboards) und Lars Precht (Bass) beschlossen, die Band aufzulösen.

Da mag sich der Rest der Welt noch so freuen: Ich bezweifle, ob Tomte & Co. diese Wunde zu heilen vermögen. Die Welt ist eben nicht nur, wie sie ist, sie kauft auch keine Platten. Aber danke.

Montag, Januar 22, 2007

Das Internet

Das Internet spielt eigentlich nur für diejenigen eine Rolle, die entweder gar keine Zeit haben oder dann zuviel. Als das wahrscheinlich langsamste Telefon der Welt verbindet es die Menschen und schafft so die Grundlage für allerlei Schabernack. Flatratebenutzer können sich aus dem Internet Notwendiges - aber auch sehr viel Unerbauliches - herunterladen, verschimmeltes Toastbrot auf Ebay ersteigern oder in dreidimensionalen Chaträumen herausfinden, wie es sich anfühlt, tot zu sein. Die intensiven Nutzer lassen sich in folgende drei Typen kategorisieren:

1. Der total Bekloppte
2. Der Kulturpessimist
3. Das Arschloch

1. Der total Bekloppte

Der total Bekloppte lebt in der irrigen Annahme, beim Internet handle es sich um ein Paralleluniversum. Er schwafelt gerne und oft vom Web 2.0, betreibt mehrere Blogs und verfügt über Bookmarks, die auf Seiten verweisen, die derart empfehlenswert sind, dass er sie nur ungern weiterempfiehlt. Der TB sieht sich oft als Teil einer weltweiten Community, die jeder Regierung, jedem Staat, jeder Ideologie, jeder Gesellschaft, vor allem aber allen Medien gegenüber grundsätzlich kritisch eingestellt ist und eigentlich gar nichts glaubt - ausser es steht im Internet. Verschwörungstheorien aller Art tangieren die Kernkompetenz des TB, wobei er auch da wählerisch ist. Sein Selbstverständnis speist sich aus der "Macht der Ohnmächtigen"; im Nerd-Dschungel bewegt er sich panthergleich, das Verschleiern von IP-Adressen fällt ihm leicht. Er weiss vieles, was andere nicht wissen und was er nicht weiss, stimmt so sowieso nicht. Im realen Leben wäre der TB gerne Hausbesetzer resp. -besitzer, ev. auch Journalist. Er arbeitet aber für gewöhnlich bei der Cablecom, wo er via Hotline Probleme lösen muss, die keine wären, würden sich die Cablecom-Kunden endlich einmal die vorbildlich verfassten Installationsbroschüren zu Gemüte führen. Die Folgen: Der TB fühlt sich unterfordert, missverstanden, ungeliebt. Eine Freundin würde ihm gut tun, doch die einschlägigen Single-Börsen sind ihm zu profan, zumal er da längerfristig seine Anonymität aufgeben müsste. Von der abendländischen Philosophie hält der TB nicht viel. Von der fernöstlichen auch nicht. Matrix aber hat ihm gefallen. Also weiter durchs Netz. Der TB hört gerne Drum'n'Bass, exquisite elektronische Musik und Rock, zu dem man tanzen kann.

2. Der Kulturpessimist

Vom total Bekloppten unterscheidet sich der Kulturpessimist dadurch, dass er nicht nur die ganze Welt, sondern auch gleich noch das ganze Internet doof findet. "Soo toll finde ich das Internet gar nicht", hört man ihn oft sagen. Von berufswegen vor allem tagsüber dazu verdammt, mit dem Netz verbunden zu sein, nutzt der KP das Internet als eine Art Enzyklopädie des Banalen und Profanen. "Mal schnell nachsehen, was da draussen so vor sich geht", denkt sich der KP und klickt sich lust- und ziellos durch diverse Foren und Newsseiten. Er vermeidet es dabei, irgendwelche Spuren zu hinterlassen, verharrt in der Position des Beobachtenden und verspürt immer eine leichte Übelkeit. Er macht sich Sorgen und dies zu recht: Wenig ist geblieben vom Pioniergeist der Anfangszeit, als das Prinzip von Sender und Empfänger aufgehoben schien, Hypertext und andere Nettiketten ihre zarten Knospen trieben und noch alles denkbar war. Blöd nur, dass der KP damals noch keinen Anschluss hatte bzw. diesen "bloss zum E-mailen" nutzte. Das hält ihn allerdings nicht aber davon ab, enttäuscht zu sein. Und so hört man ihn denn nun lamentieren über die "Pornografisierung des Internets", über die "Diktatur von Google", über die fehlende journalistische Ausbildung unter Bloggern, über Happy Slapping und mehr schlecht als recht hingerichtete Ex-Diktatoren. Vorteile gibts natürlich auch, klar, Ferien buchen und so, aber - und das weiss der KP, deshalb sein Name - die Tendenz weist steil nach unten. Im realen Leben wäre der KP gerne Journalist, was er zumeist auch ist. Für die abendländische Philosophie ist er in der Regel offen. Besonders Schopenhauer hat es ihm angetan. Ins Kino geht er schon lange nicht mehr. Musikalisch bevorzugt er Rock, zu dem man nicht tanzen kann. Bob Dylan vor allem.

3. Das Arschloch

Das Arschloch zeichnet sich dadurch aus, dass es schon überall war, wo man gerade hinwill. In welchem Forum auch immer, bei Youtube, in jedem Gästebuch, in Second Life, bei imdb, in jedem Chatraum, in jeder Community. Man könnte sich an dieser Stelle die Mühe machen, zwischen dem unfreiwilligen und dem mutwilligen, zwischen dem jüngeren und dem älteren, zwischen dem corporate und privaten AL zu unterscheiden, doch da der Effekt derselbe ist, fassen wir zusammen: Das AL im Netz ist von seiner Anonymität absolut überzeugt, ja berauscht. Hinter jedem Spam, hinter jedem Virus, hinter jeder Bannerwerbung, hinter jedem katastrophalen Kommentar und Artikel, hinter all dem menschenverachtenden Scheiss, der sich im Internet im Laufe der Jahre angehäuft hat, steckt mindestens ein, wenn nicht mehrere AL. Das AL weiss um die Schwachpunkte des Systems und nutzt es zu seinem Vorteil und Vergnügen aus. Experten vermuten, dass das AL zu den allerersten Usern gehört, das Netz womöglich sogar mitaufgebaut haben könnte. Im realen Leben bewegt sich das AL zumeist unauffällig, entweder es drückt im mittleren Westen der USA die Schulbank, betätigt sich gerade bei einer Zürcher Grossbank als Finanzanalyst oder ordnet in der Leibziger Universitätsbibliothek die Bücher ein. Wir wissen es nicht. Im Netz jedenfalls ist es entfesselt und ein richtiger Depp. Philosophisch wollen wir ihm einmal Nietzsche zuordnen, es steht wohl heimlich auf romantische Komödien, mag es aber musikalisch eher hart.

Es handelt sich hierbei um eine grundsätzliche Typologisierung. In der Praxis sind häufig Mischformen anzutreffen.

Tarnation

Dafür muss ich mich beim ansonsten etwas nachlassenden Schweizer Fernsehen bedanken. "Tarnation" ist ein schöner Film mit sehr schöner Musik (in diesem Fall "Naked As We Came" von Iron And Wine).

Umfrage der Woche


Create polls and vote for free. dPolls.com

Und wenn wir schon dabei sind: Es stehen sieben Lieder zur Auswahl. Bitte nach unten scrollen.

The Divine Comedy

Und noch ein (fast) perfekter Popsong.

Mittwoch, Januar 17, 2007

Dienstag, Januar 16, 2007

Sein Bier

Yo. Später noch ein paar Worte zu Hip-Hop

Sonntag, Januar 14, 2007

Leider nein

Von den Österreichern lernen, heisst verstehen lernen. In der Regel sind die hier aber immer noch unterhaltsamer als das, was am Ende gewinnt. Der demokratische Prozess favorisiert naturgemäss das Gewöhnliche. Das braucht kein Nachteil zu sein - solange es sich nicht um Kunst handelt. Hier handelt es sich nicht um Kunst. Es geht auch nicht um das "gewisse Etwas". Davon sind die Castingshow-Gewinner in der Regel völlig befreit. Die Mehrheit erhebt das Mittelmass zum Ideal. Dass solche Stars keine Bedrohung fürs Selbstbild mehr darstellen, versteht sich von selbst. Dass sie dabei keinen längerfristigen Erfolg haben, gibt dem Konzept eher Recht. Es spielt keine Rolle. Die Musik spielt woanders.

Samstag, Januar 13, 2007

Rock it

Break it.

Chris Farley



He was the man.

It's Magic!

Yes it is.

Dienstag, Januar 09, 2007

Montag, Januar 08, 2007

Muhammed Günter



Wie kommt man eigentlich zum Islam? Durch eine, öh, glückliche Fügung.

Starman

Bowie hat Geburtstag.

Bright Eyes

Wenn der beste Song aller Zeiten auf das schlechteste Video der letzten hundert Jahre stösst, kann es sich nur um Art Garfunkel handeln. Danke fürs Nichts.

Age of Aquarius

Das Gegenteil eines schlechten Films. Vielleicht müsste man wieder mehr Hippies machen.

Digitales Gedächtnis

Das Problem des Internets ist ev. seine Elefantösität.

Freitag, Januar 05, 2007

1975

Das war offenbar ein gutes Jahr.

Donnerstag, Januar 04, 2007

Joseph Beuys

Hm, singen konnte er also auch nicht. Cool.

U2

Nicht nur ein grosses Video, sondern auch ein ganz okayer Song. Und das von U2.

Montag, Dezember 25, 2006

Samstag, Dezember 23, 2006

Happy Holidays



Very special.

Freitag, Dezember 22, 2006

Mary J. Blige

Ok, mit vier darf man das. Danach sollte man aber die Finger von Plagiaten aller Art lassen.

Montag, Dezember 18, 2006

Hobo Humpin Slobo Babe

Gut, oder?

Fairlight

Die Sache ist etwas tricky. Natürlich waren in den frühen Achtzigern alle, vor allem aber die Medien, begeistert von den Möglichkeiten des Fairlight CMI. Doch der Ursampler kostete 150000 Pfund und klang nach der nicht ganz unmassgebenden Meinung von Trevor Horn katastrophal. Trotzdem: Süss, wie hier Herbie Hancock Quincy Jones sein neues Spielzeug erklärt.

Samstag, Dezember 16, 2006

Atlantic



Ahmet Ertegun ist in New York im Alter von 83 Jahren gestorben. Er erlag an den Gehirnverletzungen, die er sich bei einem Sturz an einem Rolling Stones-Konzert Ende Oktober zugezogen hatte, wie die Nachrichtenagentur AP meldet. Atlantic ist eines der ganz grossen Labels im Bereich der Jazz- Soul-, Blues- und Rockmusik. Der aus der Türkei stammende Ertegun hatte Ende der vierziger Jahren zusammen mit seinem älteren Bruder Nesuhi Ertegun und Freunden die Schallplattenfirma Atlantic Records gegründet.

Kopfverletzungen und Rolling Stones gehören irgendwie zusammen.

Dienstag, Dezember 12, 2006

Uwe Boll

Now meet Uwe Boll, se Ed Wood from good old germany.

Sonntag, Dezember 10, 2006

Schizophrenia

Hat mir schon Philippe davon vorgeschwärmt: Real old people sing real cool songs. Funktioniert eigentlich prima. Mit Dank an Reto.

Freitag, Dezember 08, 2006

So. Jetzt.



Flyer, wie wir sie wieder öfters sehen wollen.

Dienstag, Dezember 05, 2006

Out of Touch

Hahaha.

People Are Strange

...when you a stranger, faces look ugly, when you're alone. Jim Morrison hatte ein Gesicht, "als hätten es sich zwei Schwule am Telefon ausgedacht." Hab ich jedenfalls mal gelesen. "Awsome Lips" lautet ein Kommentar auf Youtube. Nächsten Freitag wäre er 63 geworden. Geht eigentlich noch.

Navel

Wer Nirvana vermisst, wird vielleicht hiermit glücklich. Geht es nach der Weltwoche, das neue heisse Rock-Ding from Switzerland. Der Umweg über Berlin muss da natürlich sein.

Boomerang

19 Jahre nach dem deutschen Herbst kam dann Blümchen. Für das Land der Dichter und Denker war das sicher auch nicht einfach.

R.A.F.

Nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Italo-Discologen, die ihren Namen für den deutschen Musikmarkt in RAFF ändern mussten. Der mit den dunklen Haaren ist übrigens Horst Söhnlein. Er trat nach dem Kaufhausanschlag nicht mehr in Erscheinung.

Visitors Never Come Alone

Endlich!

Déjà Vu

Falls jemand zufällig ein Simmons SDS9 rumstehen hat, ich würds auch abholen.

Freitag, Dezember 01, 2006

New Day Rising

So, jetzt wissen wir wenigstens, was Borat in den Achtzigern gemacht hat.

1985

Eindeutig die coolere Variante.

How do you sleep?

Nicht nett, und vielleicht auch nicht der richtige Zeitpunkt. Lennon erfindet mal eben das Dissen und erinnert uns daran, wer die Beatles aufgelöst hat. Nein, nicht Yoko.

Say What?

I don't understand. Whaddya mean?

The Musical Box

Wow. Phil Collins mit Haaren.

Dienstag, November 28, 2006

If I Was a Rich Man



... dann würde ich mich Buddy nennen.

Montag, November 27, 2006

Japan rappt



Wenn der Japaner rappt, kommt einem das ja schnell mal spanisch bzw. italienisch vor. Hat aber was.

Damals in Luzern



Neue alte Songs von Hypocrisy in Spring gibts hier.

Samstag, November 25, 2006

Dear God



Gut zu wissen.

White Stripes



Yes ...

Bernhard




Es ist ja nicht so, dass die Leute immer klüger werden würden. Besser, ja, aber nicht klüger.
Sagt nicht Bernhard, sondern ich.

Windows Vista



Leider: ja.

Dienstag, November 21, 2006

Robert Altman


20.02.1925 - 20.11.2006.

Freitag, November 17, 2006

Homeboy



Bob schon wieder. Hier sehen wir den storchbeinigen Jüngling, wie er gerade Rap erfindet.

Donnerstag, November 16, 2006

Saint Paul



Be yourself and join the church (the dancing! the haircuts!).

Montag, November 13, 2006

Minijupe



New Wave, wie man ihn richtig macht. Starter heisst die Band, die erst noch aus der Schweiz kommt, und Francis "Foss" Pauchard der Sänger. Hm, weiss jemand mehr?

Freitag, November 10, 2006

Ich verstehe Ihre Frage nicht...



Ich bin nicht schwierig. Klaus Kinski ist schwierig.

Let's Face It



Der polnische Elektroingenieur Adam Fulara kann sehr gut Gitarre spielen. Tapping, you know, Bach und so. Beeindruckend. Doch was macht er da mit seinem Gesicht?

Donnerstag, November 02, 2006

Mittwoch, November 01, 2006

Werber, die nicht lügen



Das gilt auch für geistesverwandte Branchen.

Method Acting



Meine Schauspielkarriere war sehr kurz. Dabei habe ich mich auf die Rolle jahrelang vorbereitet...